Ein Beruf, den man mit den Händen lernt.
Ab dem ersten Monat arbeitest Du an Instrumenten mit, die später tatsächlich ausgeliefert werden – unter Anleitung, aber mit echter Verantwortung.
Worum es geht
Chirurgiemechaniker ist der klassische Beruf dieser Region – und einer der wenigen, in denen am Ende eines Arbeitstages tatsächlich etwas in der Hand liegt. Du lernst, aus Rohmaterial und Einzelteilen ein Instrument zu bauen, das sich sauber öffnen, sicher greifen und rückstandsfrei aufbereiten lassen muss.
Dausch Medizintechnik fertigt seit über sechs Jahrzehnten Präzisionsinstrumente für Mikrochirurgie und Endoskopie. Als Betrieb mit rund 50 Mitarbeitenden bist Du hier nicht einer von hundert Azubis, sondern arbeitest von Anfang an neben Leuten, die den Beruf seit Jahrzehnten machen.
Was Du lernst
- Werkstoffe, Maße und das Lesen technischer Zeichnungen
- Fertigungsverfahren an Fräs-, Dreh- und Schleifmaschinen
- Fügen, Justieren und Prüfen von Instrumenten unter dem Mikroskop
- Messtechnik und Qualitätssicherung nach DIN EN ISO 13485
- Warum in der Medizintechnik jeder Fertigungsschritt nachweisbar sein muss
So läuft die Ausbildung ab
Erstes Jahr – Material, Maß, Maschine
Du lernst die Werkstoffe kennen, mit denen wir arbeiten, liest Zeichnungen und stehst an den ersten Maschinen. Parallel läuft die Berufsschule und die Grundlagen der Messtechnik – denn was man nicht messen kann, kann man nicht fertigen.
Zweites Jahr – vom Teil zum Instrument
Jetzt kommt das Fügen dazu: Schaft, Maulteil, Zugstange, Griff. Du arbeitest zunehmend unter dem Stereomikroskop und merkst zum ersten Mal, warum ein Zehntel Millimeter hier kein Luxus ist.
Drittes Jahr – echte Aufträge, echte Verantwortung
Du arbeitest in laufenden Kundenaufträgen mit, lernst unser Qualitätsmanagement kennen und dokumentierst Deine Prüfschritte selbst.
Letztes Halbjahr – selbstständig arbeiten
Im letzten Halbjahr arbeitest Du weitgehend eigenständig und bereitest Dich auf die Abschlussprüfung vor. Unser Ziel ist, dass Du danach bleibst.
Das bringst Du mit
- Hauptschul- oder Realschulabschluss
- Technisches Interesse und handwerkliches Geschick
- Sorgfalt und Geduld – auch dann, wenn ein Teil beim dritten Versuch noch nicht passt
- Freundliches, offenes und engagiertes Auftreten
Noten sind nicht alles
Wichtiger als die Deutschnote sind Mathematik, technisches Verständnis und die Bereitschaft, genau zu arbeiten. Wenn Du unsicher bist, ob es reicht: Mach vorher ein Praktikum bei uns – danach wissen es beide Seiten.
Das bieten wir
- Individuelle Betreuung durch erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder
- Praxisnahes Heranführen an den Beruf statt Zuschauen
- Kollegiales Arbeitsklima in einem familiengeführten Betrieb
- 30 Tage Urlaub – auch während der Ausbildung
- Reale Chance auf Übernahme nach dem Abschluss
Und danach?
Die Ausbildung ist ein Startpunkt, kein Endpunkt. Techniker, Meister, Qualitätssicherung, Arbeitsvorbereitung oder die Spezialisierung auf die Mikrofertigung – wer nach dem Abschluss weiter will, findet bei uns die Wege dazu. Der Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen bietet außerdem Studiengänge in Medizintechnik und Fertigungstechnik direkt vor der Haustür.
Was Du vorher wissen willst
Am besten rund ein Jahr vor dem gewünschten Start, also im Herbst des Vorjahres. Später ist es nicht aussichtslos – frag einfach kurz an, ob der Platz für den kommenden September noch frei ist.
Ja, und wir empfehlen es ausdrücklich. In einer Woche Praktikum bekommst Du ein deutlich besseres Gefühl für den Beruf, als es jeder Text vermitteln kann. Mehr dazu auf der Praktikumsseite.
Wir bilden aus, um Fachkräfte zu gewinnen – nicht, um Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Übernahme ist deshalb unser Ziel und hängt von Deiner Leistung und der Auftragslage ab.
Der Berufsschulunterricht findet in der Region statt. Kein Umzug, keine stundenlange Anfahrt – der Ringzug hält direkt in Wurmlingen.
Die Ausbildungsvergütung nennen wir Dir im Gespräch oder auf Nachfrage am Telefon. Sie steigt wie üblich mit jedem Ausbildungsjahr.
Dann geht es Dir wie fast allen. Genau dafür gibt es das Praktikum: einen Tag oder eine Woche danebenstehen, selbst etwas in die Hand nehmen – danach weißt Du es.
Ruf einfach an.
„Es gibt keine dumme Frage – auch nicht die, was man in dem Beruf eigentlich den ganzen Tag macht.“
Wenn Du noch nicht volljährig bist: Wir wissen, dass am Anfang oft die Eltern mitlesen. Das ist völlig in Ordnung – sie dürfen auch mit anrufen.

