Technik und Fertigung.
Aufbau, Werkstoffe, Aufbereitung, Herstellung und Qualitätsmanagement sind in allen Fachbereichen gleich und stehen deshalb hier zusammengefasst. Die Fachbereichsseiten führen die jeweiligen Instrumententypen und Ausführungsmerkmale.
Aufbau eines Präzisionsinstruments.
Jedes Instrument besteht aus drei Baugruppen: Griff, Rohrschaft mit Zugstange und Maulteil. Alle drei stellen wir selbst her und montieren sie zu einem Instrument.
Griff
Der Griff ist die Betätigungseinheit, mit der das Instrument geöffnet und geschlossen wird. Wir fertigen ihn als Ringgriff oder als Pinzettengriff; das Bajonett ist eine Variante des Pinzettengriffs. Die Griffschalen bestehen aus Aluminium oder Kunststoff. Ihre Farbe richtet sich nach dem Kundenwunsch und kann anzeigen, zu welchen Clips ein Instrument passt. Von Dausch überprüfen: Werden alle Griffvarianten und Griffschalen im eigenen Haus gefertigt?
Rohrschaft mit Zugstange
Der Rohrschaft ist ein Rohr aus rostfreiem Edelstahl, in dem die Zugstange läuft. Sie überträgt die Bewegung vom Griff mechanisch auf das Maulteil. Länge und Durchmesser des Schafts legen wir mit dem Kunden fest. Lässt sich ein Instrument nicht zerlegen, erhält es einen Spülanschluss für den Innenraum des Schafts. Von Dausch überprüfen: übliche Schaftlängen und Schaftdurchmesser je Fachbereich sowie Angaben zur Schließmechanik.
Maulteil
Das Maulteil ist das Arbeitsende des Instruments. Es wird als Zange, Schere oder Stanze ausgeführt. Bei einfach beweglichen Maulteilen bewegt sich ein Teil, bei doppelt beweglichen beide. Das Maulteil ist ein Miniaturbauteil; Fügen und Laserschweißen erfolgen von Hand unter dem Mikroskop. Von Dausch überprüfen: Bezeichnungen der gängigen Maulteilformen, zum Beispiel Fasszange oder Biopsiezange.
Griff- und Maulteil-Varianten.
Der Griff betätigt die Zugstange, die Zugstange bewegt das Maulteil. Die Baugruppen werden bei uns gefertigt und von Hand montiert.
Wir stellen die beschriebenen Griff- und Maulteil-Varianten selbst her: Ringgriff, Pinzettengriff und Bajonett sowie Zangen, Scheren und Stanzen, jeweils einfach oder doppelt beweglich. Die Fertigung beginnt am Rohmaterial und endet beim montierten Instrument. Von Dausch überprüfen: Ist die Liste der gefertigten Varianten vollständig? Welche Varianten sind für einzelne Kunden exklusiv und dürfen nicht abgebildet oder genannt werden?
Die Bauweise ist in allen Fachbereichen dieselbe. Unterschiede ergeben sich aus Schaftlänge, Schaftdurchmesser, Form und Beweglichkeit des Maulteils, Griffvariante und Werkstoff. Die Kombination wird je Auftrag mit dem Kunden festgelegt.
Griffvarianten.
Zwei Grundformen, dazu das Bajonett als Variante des Pinzettengriffs.
Ringgriff
Wir fertigen den Ringgriff finger- oder daumenbeweglich.
Pinzettengriff
Wir fertigen den Pinzettengriff in zwei Durchmessern. Das Bajonett ist eine Variante dieser Form, mit seitlich versetztem Griff.
Von Dausch überprüfen: Sind die abgebildeten Instrumente zur Darstellung freigegeben?
Werkstoffe und Aufbereitung.
Rostfreier Edelstahl
Grundwerkstoff für nahezu alle Ausführungen, ausgelegt auf wiederholte Aufbereitung und Sterilisation.
Titan für Sonderfälle
Leichter als Edelstahl und biokompatibel. Wird vor allem in der Ophthalmologie eingesetzt.
Griffschalen nach Wunsch
Aus Aluminium oder Kunststoff, in unterschiedlichen Farben lieferbar. Die Farbgebung erfolgt nach Kundenvorgabe.
Wiederverwendbar
Alles ist für die maschinelle Aufbereitung und Sterilisation ausgelegt, nicht für den Einmalgebrauch.
Spülanschluss
Wo sich ein Instrument nicht zerlegen lässt, erhält es einen Spülanschluss, über den der Innenraum des Schafts durchgespült wird.
Mattierte Oberfläche
Reduziert die Reflexion der Oberfläche. Eigener Arbeitsgang nach dem Polieren.
Fertigungsschritte.
Zerspanung auf 5-Achs-CNC-Fräsdrehzentren. Fügen und Laserschweißen von Hand unter dem Mikroskop, anschließend Schleifen, Polieren und Mattieren. Rund 80 Prozent der Arbeitsschritte erfolgen unter Vergrößerung.
Vom Rohmaterial bis zum fertigen Instrument bleiben alle Arbeitsschritte im Haus; der Betrieb ist dafür nicht auf Zulieferer angewiesen.
Ablauf einer Entwicklung.
Wir arbeiten im Auftrag unserer Kunden.
Anforderung
Liegt keine Zeichnung vor, genügt zunächst die Beschreibung der Anforderung durch den Kunden.
Konstruktion
Modell in SolidWorks, daraus die Fertigungszeichnung. Offene Punkte werden mit dem Kunden geklärt.
Arbeitsvorbereitung
CAM-Programmierung, Werkzeug- und Spannmittelplanung.
Herstellung und Freigabe
Erstmuster, Prüfung, Freigabe durch den Kunden, dann Serie. Der freigegebene Stand wird dokumentiert und ist bei Nachbestellungen reproduzierbar.
Qualitätsmanagement.
Zertifizierung, Rollenverteilung und Prüfung vor der Auslieferung.
Unser Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert, der Norm für Hersteller von Medizinprodukten. Sie regelt Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Dokumentation sowie die Rückverfolgbarkeit der Arbeitsschritte.
Wir bringen nichts unter eigenem Namen in Verkehr, sondern arbeiten im Auftrag unserer Kunden; die Verkehrsfähigkeit und die damit verbundene Zertifizierung liegen beim jeweiligen Inverkehrbringer.
Jedes Stück wird vor der Auslieferung einzeln geprüft – auf Funktion, Passung und Oberfläche. Die Prüfschritte werden dokumentiert und sind der Charge zuzuordnen.
Zertifikat und Unterlagen
Das aktuelle Zertifikat und weitere Unterlagen dazu stellen wir auf Anfrage bereit.
Hinweis für die Abstimmung
Sobald das aktuelle Zertifikat als PDF vorliegt, wird es hier direkt zum Download angeboten; derzeit verweist die Seite auf die Anfrage per E-Mail.
Von Dausch bereitzustellen: Wir brauchen die Zertifikate von Dausch.

Fachbereiche.
Instrumententypen und Ausführungsmerkmale je Fachbereich.
